Vertrauen

Was genau ist Vertrauen? Eine Erwartung die man in jemanden oder etwas hat. Eine Gewissheit, dass derjenige wieder so handeln wird wie in einer vorangegangenen ähnlichen Situation. Sprich Verlässlichkeit. Man verlässt sich darauf, dass dieser jemand so handeln wird wie man es erwartet. Also haben wir ihm gegenüber eine Erwartungshaltung. Aber auch  Glaubwürdigkeit ist eine Vorraussetzung. Oder ist sie die Folge, wenn man Vertrauen aufgebaut hat?

Was passiert wenn das Vertrauen erschüttert wird. Wird dadurch die Verlässlichkeit erschüttert die jemand erbracht hat? Oder wird er unglaubwürdiger weil derjenige nicht mehr so gehandelt hat wie man es erwartet. Verliert man wirklich das Vertrauen oder einfach nur etwas weniger Intensität der anderen Aspekte die mit Vertrauen Hand in Hand gehen?

Ist das wirklich Alles was Vertrauen bedeutet? Oder ist da noch mehr? So wie mit der Liebe? Dinge, Eigenschaften, Gefühle die nicht benannt werden können, aber jedem Menschen von Natur aus bewusst und gegeben sind?

  1. 8 April 2010 um 08:26 | #1

    Hätte Vertrauen mit Glaubwürdigkeit zu tun, wie käme es dann dazu, dass man einem Fremden vertraut? Hätte Vertrauen mit Erwartungen zu tun, wie käme es dann dazu, dass man jemandem vertraut, der einem die eigenen Erwartungen bereits einmal ent-täuscht hat? Hätte Vertrauen mit Gewissheit zu tun, wie könnte man dann in Fähigkeiten vertrauen, die man sich noch nicht bewiesen hat?
    Bedeutet Vertrauen nicht vor allem “sich sicher sein”? Gründet Vertrauen nicht vor allem auf dem Bewusstsein des Selbst? Der Bewusstheit der eigenen Stärken und Schwächen, Hoffnungen und Ängste, Fähigkeiten und Möglichkeiten?
    Kann man überhaupt jemand anderem vertrauen, solange man sich selbst nicht sicher ist?

    • 8 April 2010 um 09:25 | #2

      Nunja… vertraut man einem Fremden wirklich einfach von vornherein? Also ich nicht. Für richtiges Vertrauen bedarf es schon ein bisschen mehr als einfach nur fremd zu sein. Gut natürlich gibt es so Fremde wie Sanitäter, Ärzte, Schwestern denen man vertraut… wobei man wohl eher ihrem Beruf und ihrer “Organisation” vertraut als der Person direkt. Vielleicht vertraut man ihnen aber auch einfach aufgrund der Glaubwürdigkeit. ^^
      Ich denke schon das Vertrauen etwas mit Erwartung zu tun hat. Und wenn jemand diese Erwartung enttäuscht ist das natürlich ein Verlust oder eine Minderung. Aber Vertrauen hat auch was mit Hoffnung zu tun.
      OK, das letzte vom ersten Absatz kann ich gar nicht nachvollziehen. In welche Fähigkeiten soll man vertrauen, wenn man nicht weiß, dass man sie hat… bzw. sie sich bewiesen hat. Man kann ja kein Vertrauen in etwas setzen von dem man nicht wirklich weiß, dass es tatsächlich vorhanden ist.

      Ja ich denke auch, dass Vertrauen bedeutet sich sicher zu sein, was aber nicht bedeutet, dass die anderen Eigenschaften die Vertrauen mit sich bringt deswegen falsch sind. Natürlich setzt sich Vertrauen aus zig Variationen zusammen. Darum geht es ja.

      Man kann Anderen vertrauen, auch wenn man sich selbst nicht sicher ist. Davon bin ich sehr überzeugt, wohl weil ich selbst anderen Menschen die mir Nahe stehen vertraue, aber selbst nicht genug Vertrauen in mich habe. Nunja… wie dem auch sei. Danke für deinen Post, es hat mich mal wieder sehr zum Denken gebracht. ^^

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