Flashback

“Ein Flashback (englisch, blitz(artig) zurück, sinngemäß übersetzt etwa Wiedererleben oder Nachhallerinnerung) ist generell ein Wiedererleben früherer Gefühlszustände und kann durch Schlüsselreize hervorgerufen werden. Sie gelten als Symptom posttraumatischer Belastungsstörungen. In der Psychotraumatologie werden sie auch Intrusionen genannt. [...] Flashbacks drängen sich dem Betroffenen auf, der sich nicht gegen die begleitenden Erinnerungen oder Gefühlszustände erwehren kann.

Natürliche Flashbacks

Flashbacks können etwa bei einem Duft aus der Kindheit, beim Hören alter Lieblingslieder oder der Wahrnehmung eines aus der Vergangenheit bekannten Ortes auftreten. Dabei fühlt sich die Person für kurze Zeit, meist einige Sekunden und selten länger als drei Minuten, in die Situation zurück versetzt, bzw. erlebt sie erneut. Diese Art von Flashback ist also nur eine besondere Form intensiver Erinnerung. Bei traumatisierten Menschen können Schlüsselreize wie zum Beispiel uniformierte Menschen, Nachrichten, Lärm und Enge oder Jahrestage einer Verhaftung wie ein Signal für eine Bedrohung wirken. Der Körper kann mit Angstreaktionen, wie Herzrasen, Zittern, Angstschweiß, Atemnot, Übelkeit bis hin zu Ohnmachtsanfällen reagieren.”

Quelle: Wikipedia

Oft werden diese Erinnerungen einfach nur abgetan und belächelt. Sind sie wirklich so unwichtig, dass man ihnen keine Bedeutung zumessen sollte? Sollte man sich nicht einfach mal die Zeit nehmen und über solche Erinnerungen reden und sich damit befassen? Wie sieht es mit euch aus, nehmt ihr euch Zeit für euer seelisches Befinden oder habt ihr dafür keine Zeit?

  1. 30 März 2010 um 09:41 | #1

    Gutes Thema.

    Ich glaube nicht an Zufälle, und ich glaube nicht an Vorsehung. Ich glaube nur daran, dass es einen Grund dafür gibt, warum Dinge in einer bestimmten Form zu einem bestimmten Zeitpunkt einem bestimmten Menschen an einem bestimmten Ort passieren. Und der Grund liegt meistens doch in dem Menschen selbst, dem sie passieren. Diese Erinnerungen sind wie Lesezeichen, die uns beim Durchblättern eines Buches ins Auge fallen. Sie sagen uns: Hier muss noch weitergemacht werden. Arbeite das auf. Binde das wieder an dein Leben an.
    Quasi der unbewusste Teil unseres Selbst, der uns einen Wink mit dem Zaunpfahl gibt. Das kann er natürlich nur, wenn wir bereit sind, diesen Wink zu sehen. Ich glaube, die meisten Flashbacks sind deshalb mit einem unangenehmen Gefühl verbunden, weil es ein ganz kurzer Kontrollverlust ist, den das Ego da hinnehmen muss. Man ist, obwohl man es sonst recht beflissen verdrängt, plötzlich mit der Existenz innerhalb der eigenen Existenz konfrontiert, ob man will oder nicht. Dieser kurze Moment, wenn ein Teil von uns beschließt, auf die innere Stimme zu hören und erklärt, dass wir jetzt bereit sind, uns mit unserem Unterbewusstsein auseinanderzusetzen. Obwohl der Verstand ja beschlossen hat, dass das unnötig ist.

    Ich glaube, das beängstigt einen schon. Und ich denke, dass es durchaus wichtig ist, auf diese plötzlichen Erinnerungen zu reagieren, wenn man es für wichtig hält, zu sich selbst zu finden. Für Leute, denen es nicht auf die Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit sondern auf einen imposanten Lebenslauf und ein tolles Image ankommt, ist es aber eher ratsam, nicht darauf zu reagieren und weiter das Image zu polieren. Das fängt nämlich schnell an zu rosten, wenn man nicht andauernd dahinter her ist.

    Ich persönlich nehme mir vielleicht noch am ehesten zu viel Zeit dafür, wenn es in diesen Belangen soetwas wie ein ‘Zu Viel’ denn gibt. Das endet bisweilen in einer Totalblockade, wenn ich es falsch und mit zuviel Druck angehe, ansonsten aber in der Regel mit einer Erkenntnis über die Gründe meines Handelns. Und das ist auch mal eine Totalblockade wert. Auch wenn die Leute in meinem Umfeld mich langsam aber sicher für lebensunfähig erklären. *möff*

    Viele liebe Grüße,
    die Duri.

    • 30 März 2010 um 10:01 | #2

      Guter Gedankengang. Als Lesezeichen hab ich es noch nicht betrachtet. Aber es ist irgendwie einleuchtend. ^^ Allerdings gibt es ja auch Flashbacks die auftreten für die man gar nichts kann bzw. dafür, dass es überhaupt eine Erinnerung dazu gibt. Fremdverschulden sozusagen. Gewaltopfer zum Beispiel. Natürlich ist es die erste Schutzreaktion des Körpers es zu verdrängen. Und das sollte man meiner Meinung nach auch erst mal hinnehmen. Nur wenn der erste Flashback kommt, sollte man es nicht wieder versuchen zu verdrängen, denn dadurch werden nur noch mehr Flashbacks hervorgerufen und die emotionale körperliche Bindung an diese Erinnerungen werden immer intensiver und können den Körper und die Psyche zerstören. Wobei diese Flashbacks dann schon mehr auf Trauma gehen und man diese mit professioneller Hilfe verarbeiten sollte.

      Ich mag deine Gedankengänge auch, sie stoßen zum Weiterdenken an. ^^
      Bussal Phy

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